Zwei Formen dominieren den Markt. Erstens organisches UGC: Kund:innen posten freiwillig, etwa weil ein Produkt einen Wow-Moment auslöst oder eine Marke aktiv zum Teilen einlädt, häufig über einen eigenen Hashtag. Zweitens beauftragtes UGC: Marken engagieren gezielt UGC-Creator:innen, die im rohen, authentisch wirkenden Stil Content produzieren, der dann als Ad-Creative für Meta oder TikTok läuft – oft günstiger und mit höherer Klickrate als klassisch produzierte Werbespots, weil er im Feed nicht sofort als Anzeige erkennbar ist.
GoPro baute seine gesamte Marke jahrelang fast ausschließlich auf UGC auf: Nutzer:innen laden spektakuläre Aufnahmen ihrer Kamera hoch, GoPro kuratiert und teilt die besten davon weiter – Produktion praktisch kostenlos, Reichweite riesig. Im DACH-Raum nutzen etwa Modehändler UGC-Plattformen, auf denen Käufer:innen Outfit-Fotos hochladen, die direkt neben dem Produkt auf der Website erscheinen und die Conversion Rate messbar erhöhen, weil Interessent:innen sehen, wie das Kleidungsstück an echten Menschen aussieht.
Rechtlich braucht jede Weiterverwendung fremder Inhalte eine Freigabe der Ersteller:innen – ein einfacher Kommentar unter dem Post reicht rechtlich meist nicht. Und nicht jedes Produkt eignet sich: Ohne emotionalen Moment oder sichtbares Ergebnis bleibt organisches UGC häufig aus, dann führt eher der bezahlte Weg über Creator:innen zum Ziel.



