Die Formate unterscheiden sich stark nach Plattform und Zweck: Kurzvideos (Reels, TikToks, YouTube Shorts) für Reichweite und Markenbekanntheit, längere Erklärvideos für Produktverständnis und Conversion, Live-Formate für direkten Austausch mit der Community. Entscheidend ist meist die erste Sekunde – Plattformen wie TikTok zeigen ein Video nur an mehr Personen, wenn die Abbruchrate in den ersten Momenten niedrig bleibt.
Ein Salzburger Möbelhersteller etwa ersetzte klassische Produktfotos durch 20-Sekunden-Clips, die zeigen, wie ein Tisch in fünf Minuten aufgebaut wird – die Retourenquote sank messbar, weil Kund:innen vorab genau wussten, was sie erwartet. Andere Betriebe nutzen kurze Mitarbeiter:innen-Videos für Recruiting, weil authentische Einblicke glaubwürdiger wirken als gestellte Stockfotos.
Der größte Fehler ist, ein für YouTube produziertes Hochglanzvideo unverändert auf TikTok hochzuladen. Die Plattformen erwarten unterschiedliche Formate, Längen und Tonalität – ein Clip, der auf TikTok wie Werbung aussieht, bekommt deutlich weniger Reichweite als einer im nativen, leicht rohen Plattform-Look.



