Ein Hauptmenü mit 5 bis 7 Punkten gilt als gut merkbar – mehr Einträge werden oft zu Untermenüs oder Mega-Menüs zusammengefasst. Breadcrumbs zeigen die Position innerhalb der Seitenhierarchie, auf Mobilgeräten ersetzt meist ein Hamburger-Icon das sichtbare Menü, um Platz zu sparen.
Ein Onlineshop mit hunderten Produkten braucht mehrstufige Kategorienavigation und Filter, eine Landingpage dagegen möglichst gar keine Navigation, um vom Call-to-Action nicht abzulenken. Die verbreitete '3-Klick-Regel' – jede Seite in maximal drei Klicks erreichbar – wurde von der Nielsen Norman Group in eigenen Studien widerlegt: Nutzer:innen brechen nicht ab, weil sie mehr klicken müssen, sondern weil sie den Überblick verlieren oder unsicher werden, ob sie auf dem richtigen Weg sind.
Gute Navigation ist deshalb weniger eine Frage der Klickzahl als der Konsistenz: gleiche Begriffe, gleiche Reihenfolge, gleiche Position auf jeder Unterseite. Ändert sich das Menü zwischen Seiten, verliert die Informationsarchitektur ihren Sinn, egal wie durchdacht sie ursprünglich war.



