Ein Job hat meist drei Ebenen: funktional (was soll konkret erledigt werden), sozial (wie will die Person dabei wahrgenommen werden) und emotional (wie will sie sich dabei fühlen). Wer eine Buchhaltungssoftware kauft, will nicht nur Rechnungen verwalten (funktional), sondern auch vor dem Steuerberater kompetent wirken (sozial) und sich nicht mehr vor dem Jahresabschluss fürchten (emotional).
Praktisch zeigt sich der Unterschied zur klassischen Zielgruppen-Definition so: Statt "Frauen 25–40, urban, umweltbewusst" fragt JTBD "Welchen Job erledigt eine Person, wenn sie ein Bio-Waschmittel kauft – vermeidet sie ein schlechtes Gewissen, spart sie Zeit beim Einkaufen, oder beides?". Diese Frage verändert oft die ganze Positionierung, nicht nur die Werbetexte.
JTBD ersetzt keine Marktforschung, sondern ergänzt sie um die Frage nach dem Warum. Kombiniert mit Journey Mapping und einer klaren Zielgruppen-Definition entsteht ein vollständigeres Bild als aus demografischen Daten allein.



