Definiert wird sie über demografische Merkmale (Alter, Einkommen, Wohnort) und psychografische Merkmale (Werte, Probleme, Kaufverhalten), meist verdichtet zu ein bis drei Personas mit konkreten Details wie Job, Budget und typischen Einwänden. Grundlage dafür sind Analytics-Daten, Kundeninterviews und, bei Meta- oder Google-Ads-Kampagnen, der Abgleich mit einer Lookalike Audience bestehender Kund:innen.
Eine Wiener Physiotherapie-Praxis, die "Büroangestellte 35 bis 55 mit Rückenschmerzen, die Abendtermine brauchen" anspricht, schreibt andere Texte und legt andere Öffnungszeiten fest als eine Praxis für Leistungssportler:innen mit akuten Verletzungen. Beide Zielgruppen brauchen Physiotherapie, aber nichts sonst überschneidet sich.
Zu breite Zielgruppen ("alle, die Kaffee trinken") verwässern jede Botschaft und jedes Werbebudget. Eine enge, klar definierte Zielgruppe ist selten eine Schwäche, sondern meist der Unterschied zwischen Ad-Klicks, die verpuffen, und solchen, die tatsächlich konvertieren. Deshalb gehört die Zielgruppendefinition an den Anfang jedes Briefings, nicht als nachträgliche Frage.



