Technisch legt das Pixel beim Website-Besuch eine Marke, und die Werbeplattform – etwa Google Display Network oder Meta Ads – spielt daraufhin passende Anzeigen in anderen Apps und Websites aus. Segmentiert wird oft nach Verhalten: Wer nur die Startseite besucht hat, sieht eine andere Anzeige als jemand, der ein Produkt in den Warenkorb gelegt hat.
Retargeting arbeitet dabei ausschließlich mit anonymen, cookie-basierten Besucher:innen und Anzeigen – im Unterschied zu Remarketing, das bekannte Kontakte über E-Mail oder CRM-Daten anspricht, etwa bei einem Warenkorbabbruch. Weil Google sein eigenes Retargeting-Produkt in Google Ads aber "Remarketing" nennt, werden beide Begriffe im Alltag oft gleichgesetzt, auch wenn die Mechanik unterschiedlich ist.
Ein Trainingsstudio in Graz zeigt Besucher:innen der Preisseite, die nicht abgeschlossen haben, sieben Tage lang eine Anzeige mit dem aktuellen Einführungsangebot – die Klickrate liegt hier meist drei- bis fünfmal höher als bei einer Kaltakquise-Anzeige. Die Kehrseite: Seit Apples App Tracking Transparency und dem Ende von Third-Party-Cookies in Chrome wird die Reichweite messbar kleiner, weil weniger Besucher:innen zuverlässig wiedererkannt werden.



