Technisch basiert Remarketing auf first-party Daten – E-Mail-Adressen, Kaufhistorie oder Kontaktlisten aus dem CRM –, die du über Marketing-Automation-Tools wie Klaviyo oder HubSpot in Kampagnen ansteuerst. Typische Trigger sind Warenkorbabbruch, abgelaufene Abos oder Kund:innen, die seit Monaten nicht mehr gekauft haben.
Wichtig für die Abgrenzung: Retargeting arbeitet mit anonymen Website-Besucher:innen über Cookies oder Pixel und zeigt ihnen Display- oder Social-Media-Anzeigen, während Remarketing bekannte Kontakte über E-Mail oder ähnliche direkte Kanäle anspricht. Die Grenze verschwimmt zusätzlich, weil Google sein eigenes Retargeting-Produkt in Google Ads offiziell "Remarketing" nennt – deshalb verwenden viele Menschen beide Begriffe synonym, obwohl sie ursprünglich unterschiedliche Mechaniken meinen.
Ein Wiener Möbelhändler mit 3.000 Newsletter-Abonnent:innen erreicht über eine simple Warenkorb-Remarketing-Mail oft eine Öffnungsrate von 40 Prozent und eine Conversion Rate von 10 bis 15 Prozent auf den Klick – deutlich mehr als eine kalte Retargeting-Anzeige an anonyme Besucher:innen, weil die Empfänger:innen bereits Vertrauen aufgebaut haben.



