Im Marketing wird ROI meist auf einzelne Kampagnen oder Kanäle heruntergebrochen, um zu entscheiden, wo Budget wandert. Dafür braucht es sauberes Tracking und Attribution — sonst wird der Ertrag der falschen Quelle zugeschrieben und die Rechnung stimmt nur auf dem Papier.
Eine Tischlerei aus Salzburg gibt 500 Euro für Google Ads aus und generiert daraus einen Auftrag im Wert von 3.500 Euro. ROI: ((3.500 − 500) / 500) × 100 = 600 Prozent. Bei einem zweiten Kanal, Facebook Ads, kommen bei gleichem Budget nur 800 Euro Auftragswert zurück — ROI 60 Prozent. Die Entscheidung, Budget zu verschieben, trifft sich damit von selbst.
Der ROI hat eine Schwäche: Er blendet Zeit aus. Eine Content-Marketing-Kampagne bringt oft erst nach Monaten Ertrag, während Ads sofort Zahlen liefern — ein reiner ROI-Vergleich zum selben Stichtag bevorzugt damit systematisch schnelle Kanäle gegenüber langfristigen.



