Technisch läuft im Hintergrund dieselbe Familie von GPT-Sprachmodellen wie bei ChatGPT, betrieben über Azure OpenAI. Den Unterschied macht Microsoft Graph: Copilot verknüpft die Modellantwort mit deinen realen Daten, fasst also zum Beispiel ein Teams-Meeting zusammen, das nur dein Unternehmen kennt, oder baut eine Excel-Formel auf Basis deiner tatsächlichen Tabelle. Für Unternehmenskund:innen bleiben die Daten innerhalb der vertraglich zugesicherten Tenant-Grenze, was bei ChatGPT ohne Enterprise-Vertrag nicht in gleicher Form gilt.
In der Praxis spart Copilot vor allem Routinearbeit: ein Angebot in Word vorformulieren, eine Verkaufsstatistik in Excel als Diagramm zusammenfassen, ein langes E-Mail-Thread in Outlook auf drei Sätze eindampfen. Der Business-Zusatz kostet aktuell rund 30 US-Dollar pro Nutzer:in und Monat zusätzlich zur bestehenden Microsoft-365-Lizenz, was für kleine Teams schnell ins Gewicht fällt.
Copilot ist kein eigenständiges Chatbot-Produkt, sondern ein Feature-Layer über bestehender Software – ohne Microsoft-365-Abo bringt er wenig. Und wie jedes GPT-Modell kann auch Copilot halluzinieren, etwa bei der Zusammenfassung unklar formulierter Dokumente, weshalb Ergebnisse vor Versand an Kund:innen eine Kontrolle brauchen.



