Unter der Haube steckt ein Large Language Model: trainiert auf riesigen Textmengen, sagt es bei jeder Antwort das statistisch wahrscheinlichste nächste Wort voraus. Der Kontext eines Gesprächs passt in ein Zeitfenster von aktuell bis zu 128.000 Token, du kannst also lange Dokumente einfügen und darüber diskutieren. Zusatzfunktionen wie Websuche, Datei-Uploads, Bildgenerierung über DALL-E oder eigene "GPTs" mit Firmenwissen erweitern die reine Textantwort.
Für Unternehmen ist ChatGPT selten Show, sondern Werkzeug in Redaktion und Kundenservice: erste Textentwürfe, Ideen für Social-Media-Posts, Übersetzung von Angeboten, Recherche zu Mitbewerber:innen. Eine Wiener Steuerberatungskanzlei etwa lässt sich damit Mandant:innen-Mails vorformulieren – geprüft und freigegeben wird trotzdem von Menschen.
Die Grenze ist die Halluzination: ChatGPT erfindet bei Wissenslücken plausibel klingende Fakten, Quellen oder Zahlen, weil es Wahrscheinlichkeiten und keine Datenbank abfragt. Wer damit Kundenkommunikation oder SEO-Texte erstellt, braucht deshalb ein Redigier-Set davor – reine Copy-Paste-Antworten erkennt man genau an diesem Mangel an Substanz.



