Dafür werden Dokumente in kleine Abschnitte zerlegt und als Vektoren in einer Datenbank gespeichert, sogenannte Embeddings, meist in einer Vektordatenbank wie Pinecone oder pgvector. Stellt jemand eine Frage, sucht das System die passendsten Abschnitte heraus und schickt sie zusammen mit der Frage an das Sprachmodell, das daraus eine Antwort formuliert, im besten Fall inklusive Quellenangabe.
Für Unternehmen ist das die Grundlage für einen brauchbaren Support-Chatbot: Statt das Modell aufwendig per Fine-Tuning auf Firmenwissen zu trainieren, wird das aktuelle Handbuch, die FAQ-Seite oder die interne Wiki einfach indexiert. Ändert sich ein Preis oder eine Lieferzeit, reicht es, das Dokument zu aktualisieren, das Modell selbst bleibt unverändert. Genau darauf baut ein Company Brain auf.
RAG ist nur so gut wie die zugrunde liegende Suche: Sind die Dokumente schlecht strukturiert oder die Abschnitte falsch zugeschnitten, findet das System die richtige Passage nicht und das Modell antwortet trotzdem, nur eben falsch. RAG reduziert Halluzination deutlich, verhindert sie aber nicht vollständig.



