Technisch ist eine Sitemap eine XML-Datei mit <url>-Einträgen, die auf einzelne Seiten verweisen, optional mit Angabe des letzten Änderungsdatums (lastmod). Größere Websites brauchen einen Sitemap-Index: Laut Sitemaps-Protokoll darf eine einzelne Datei maximal 50.000 URLs oder 50 MB unkomprimiert enthalten, danach teilt man sie in mehrere Dateien auf, die ein Index-Sitemap bündelt. WordPress-Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math generieren die Datei automatisch und aktualisieren sie bei jeder neuen Seite.
In der Google Search Console reichst du die Sitemap unter "Sitemaps" ein, Bing Webmaster Tools funktioniert analog. Ein Shop mit 8.000 Produkten sollte nur indexierbare, kanonische URLs listen — Filterseiten, Warenkorb- oder Danke-Seiten gehören nicht hinein, sonst verschwendest du Crawl-Budget auf Seiten, die ohnehin nicht ranken sollen.
Eine Sitemap garantiert keine Indexierung, sie erleichtert nur das Auffinden. Wenn eine URL in der Sitemap steht, aber per robots.txt blockiert oder auf noindex gesetzt ist, wird sie trotzdem ignoriert — dieser Widerspruch ist einer der häufigsten Onpage-SEO-Fehler bei Relaunches.



