Vorgeschlagen hat das Format der Entwickler Jeremy Howard (Answer.AI) im September 2024, angelehnt an robots.txt und die XML-Sitemap, aber für LLMs statt für Crawler gedacht. Manche Projekte ergänzen zusätzlich eine llms-full.txt mit den kompletten Textinhalten statt nur Links.
Der wichtige Unterschied zu robots.txt oder der XML-Sitemap: llms.txt ist kein etablierter, von Google, OpenAI oder Anthropic offiziell unterstützter Standard, sondern ein Community-Vorschlag. Es gibt bisher keine Bestätigung eines großen KI-Anbieters, die Datei aktiv und zuverlässig auszulesen. Manche Dokumentations-Tools und Frameworks generieren sie inzwischen automatisch mit — als Wette auf eine mögliche Zukunft, nicht als gesicherten Hebel.
Wer heute in KI-Antworten zitiert werden will, kommt an den etablierten Grundlagen nicht vorbei: sauberes JSON-LD, eine aktuelle XML-Sitemap und Inhalte, die klar strukturiert und faktisch belastbar sind. llms.txt kann als zusätzliche, kostengünstige Ergänzung mitlaufen, ersetzt aber keine dieser Grundlagen und garantiert keine Zitierung in AI Overviews oder ChatGPT.



