Der Ablauf: Man beschreibt in Prompts, was die App tun soll, akzeptiert Vorschläge des KI-Agenten, testet im Browser, beschreibt Fehler wieder in Worten statt sie im Code zu fixen. Das funktioniert, weil moderne Coding-Assistenten nicht nur einzelne Funktionen, sondern ganze Dateistrukturen, Datenbankanbindungen und UI-Komponenten in einem Rutsch generieren können.
In der Praxis eignet sich das für Prototypen, interne Tools oder ein Wochenend-Experiment: Ein Landingpage-Test oder ein internes Dashboard lässt sich so in Stunden statt Tagen aufsetzen. Für ein Kundenprojekt, das produktiv läuft, reicht das allein nicht – ohne Verständnis des Codes bleiben Sicherheitslücken, schlechte Performance oder DSGVO-Probleme unentdeckt, bis sie zum Problem werden.
Genau da liegt die Grenze: Vibe Coding beschleunigt die erste Version, ersetzt aber keinen Code-Review, keine Tests und kein Verständnis der Architektur bei allem, was echte Nutzer:innen oder Kundendaten betrifft. Bei uns läuft das deshalb als schneller Startpunkt für Prototypen, nicht als Bauplan für den finalen Website-Relaunch – dafür braucht es am Ende jemanden, der den Code auch liest.



